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Gyr, Karl Heinrich

geboren 27.4.1879 Zürich, gestorben 3.11.1946 Zug, ref., von Zürich. Sohn des Heinrich, Metzgermeisters, und der Lina geb. Laubi. ∞ Frieda Schlüter, Tochter des Heinrich, Kaffeepflanzers, aus den Niederlanden. Schulen in Zürich und Lausanne, Chemiestud. am Polytechnikum in Zürich und in Dresden, 1902 Dr. phil. Nach Studien in den USA war G. in der engl. Chemieindustrie tätig. 1905 wurde er Teilhaber der Zuger Elektrizitätszählerfabrik (vormals Theiler & Co.) seines Studienfreundes Heinrich Landis, die fortan als Landis & Gyr geführt und unter G.s Leitung (bis 1946) zum grössten, weltweit aktiven Zuger Betrieb wurde. G. bekleidete keine öffentl. Ämter, war aber als Vorstand des Vereins schweiz. Maschinenindustrieller (1929) sowie als Initiant, Mitgründer und Präs. des Arbeitgeberverbandes von Zug und Umgebung wirtschaftspolitisch aktiv. Der sozial engagierte G. rief mehrere betriebl. Wohlfahrts- und Fürsorgeeinrichtungen ins Leben. Als technisch und kommerziell strategisch handelnder Unternehmer war er sich der Bedeutung seiner Firma für den Kt. Zug bewusst und suchte trotz versch. Probleme, den Stammsitz Zug zu stärken. 1945 Dr. h.c. der ETH Zürich. Oberstleutnant.


Literatur
Biogr. Lex. verstorbener Schweizer 1, 1947

Autorin/Autor: Renato Morosoli