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Münchringen

Ehemalige politische Gemeinde BE, Amtsbezirk Fraubrunnen, Verwaltungskreis Bern-Mittelland, seit 2014 Teil der Gemeinde Jegenstorf. Dorf mit Weiler Holzmühle im Urtenental. 1261-63 Munderchingen. 1764 78 Einw.; 1850 266; 1900 198; 1950 232; 2000 533. Hallstattzeitl. Grabhügelgruppe im Hursch/Waldäcker. M. und der 1271 erstmals erw. Weiler Holzmühle waren selbstständige Zelgsiedlungen. In beiden Orten gab es im 13. Jh. kyburg. Grundbesitz und beide waren Teil des ehemals kyburg. Niedergerichts Alchenflüh, sie wurden auf eigenen Wunsch ab 1518 im Spitalgericht Kernenried von Bern aus verwaltet. Hochgerichtlich unterstand M. von da an dem Landgericht Zollikofen. Seit 1803 gehört das Dorf zum Amt Fraubrunnen, 1844-45 wurde Holzmühle der polit. Gemeinde M. eingegliedert. M. und Holzmühle waren stets nach Jegenstorf kirchgenössig. Gegen die Überschwemmungen des Urtenenbachs behalf sich die Gem. mit mehreren Tieferlegungen und 1944-46 durch die Kanalisierung des Bachs. Die Autobahn entlang der ehemaligen Gemeindegrenze löste ab 1965 ein Bevölkerungswachstum und den Bau von Neuquartieren am Dorfrand aus. Der bäuerl.-kleingewerbl. Ort war zu Beginn des 21. Jh. eine Schlafgemeinde, 2000 arbeiteten über vier Fünftel der Erwerbstätigen auswärts, vorab in Region und Stadt Bern.


Literatur
– M. Flückiger, Das Plateau von Rapperswil, 1971
– R. Buser, Bauinventar der Gem. M., 2002

Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler