Mülchi

Ehemalige politische Gemeinde BE, Amtsbezirk Fraubrunnen, Verwaltungskreis Bern-Mittelland, seit 2014 Teil der Gemeinde Fraubrunnen. Dorf im Limpachtal an der Grenze zum Kt. Solothurn. 1302 Mulnhein. 1764 198 Einw.; 1850 380; 1900 282; 1950 295; 2000 245. Ehem. wohl Besitz der Gf. von Buchegg, war das Dorf im 14. Jh. mit Gütern und Gericht im Besitz versch. Bernburger (von Greyerz, Leissigen, Esche, Stettler); Teile gelangten in geistl. Hand. Vom Vinzenzstift erwarb Bern 1488 einen Teil des Gerichts, einen anderen erhielt es vom säkularisierten Stift Interlaken. Bern richtete in M. ein Vennergericht (mit Ruppoldsried und Etzelkofen) ein. Hochgerichtlich unterstand M. dem kyburg., ab 1406 bern. Landgericht Zollikofen; 1803 wurde es dem Amt Fraubrunnen zugeteilt. M. gehörte seit jeher zur Pfarrei bzw. Kirchgem. Messen. Nach dem Brand von 1773 wurde das Dorf wieder aufgebaut. 1772 teilte M. sein Moos auf, 1939-51 führte es eine Melioration und Güterzusammenlegung im Limpachtal durch und 1978-85 legte es den privaten Wald zusammen. Das bäuerl.-kleingewerbl. Dorf unterhielt ab 1982 mit Etzelkofen und Limpach einen Schulverband.


Literatur
– H. Stähli, Die Melioration des Limpachtales, 1939-1951, 1953
– S. Steger, Bauinventar der Gem. M., 2003

Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler