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Brunner, Benjamin

getauft 31.8.1798 Laupersdorf, gestorben 8.8.1882 Solothurn, kath., von Laupersdorf. Sohn des Jakob, Landwirts, Wirts und Bezirksrichters. ∞ 1827 Francisca Champion, Tochter des German, Maire von Courrendlin. Gymnasium Solothurn, Besuch des Instituts von Missy sowie des Kollegiums von Saint-Dié (Vogesen), dort gleichzeitig Lehre in einem Handelshaus. Übernahme des väterl. Betriebs. Gerichtssässe in Matzendorf, Anlegung des Grundbuchs von Matzendorf und Laupersdorf. 1831-61 Solothurner Gross- bzw. Kantonsrat (altliberal), 1831-56 Klein- bzw. Regierungsrat (Finanzen, Polizei, Sanität, Inneres), 1842-56 alternierend mit Josef Munzinger Landammann; u.a. Bau der Leberberg- und Biberiststrasse. 1834-54 Präs. der Stiftsverwaltung und 1834 der Komm. für die Abtretung der Wälder an die Gemeinde, 1841 Verfassungsrat, 1852 Präs. der Diözesankonferenz zur Wahl des Bf. von Basel. 1847 eidg. Kommissär in Luzern. 1848-57 Nationalrat (Linke). B. initiierte 1845 die Gründung des kant. Landwirtschaftl. Vereins (Präs. 1846-53). Mitglied der Helvet. Gesellschaft und der Lese- und Museumsgesellschaft Solothurn. 1857 Buchhalter der AG für Uhrenfabrikation, dann bis 1865 Einnehmer der schweiz. Centralbahnstation Solothurn.


Literatur
Solothurner Tbl., 15./16.8.1882
– Gruner, Bundesversammlung 1, 418
– G. Boner, Laupersdorf, Tl. 3, 1987, 41 f.

Autorin/Autor: Max Banholzer