National-Zeitung

1842 von Jakob Christian Schabelitz als "Schweizerische N." in Basel gegründet, galt die N. als eine der radikalsten Zeitungen der Regeneration. 1860-88 erschien sie unter dem Titel "Der Schweizerische Volksfreund" - danach wieder als N. - und blieb einer radikal-demokrat. Linie verpflichtet. Als Verleger der grössten Basler Tageszeitung (Auflage 1920 25'000; 1950 45'800; 1975 95'500) wirkten Vertreter der Fam. Schwabe und ab 1950 der Fam. Hagemann. In den 1960er Jahren schlug die N. einen prononciert linksliberalen Kurs ein und erhielt 1970 als erste schweiz. Zeitung ein Redaktionsstatut. Ein Jahr nach einer polit. Kurskorrektur nach rechts und einer damit verbundenen Kündigungswelle in der Redaktion wurde die N. im Nov. 1976 mit den kleineren liberal-konservativen "Basler Nachrichten" zur "Basler Zeitung" fusioniert.


Literatur
– A. Brüderlin, Das Basler Zeitungswesen, Diss. Heidelberg, Ms., 1920
– M. Jäggi, So ging die N. kaputt, 1978

Autorin/Autor: Ruedi Brassel-Moser