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No 48

Weber, Johann Jacob

geboren 3.4.1803 Basel,gestorben 16.3.1880 Leipzig, ref., von Siblingen, ab 1834 Bürger von Leipzig. Sohn des Hans Conrad, Leinenwebers, und der Elisabetha geb. Schlatter. ∞ 1838 Marietta Andrien, Tochter eines Seidenfärbers aus Saint-Chamond (Dep. Loire, F). Nach dem Gymnasium Ausbildung beim Basler Buchhändler Emanuel Thurneysen. 1825-30 bei den Verlagen J.J. Pachoud in Genf, Firmin Didot Frères in Paris, Breitkopf & Härtel in Leipzig und der Herder'schen Buchhandlung in Freiburg i. Br. tätig, dann Leiter der Leipziger Filiale der Firma Bossange Père, Paris. 1834 gründete W. sein eigenes Verlagshaus in Leipzig und schuf eine Fülle qualitativ hochstehender illustrierter Publikationen. 1840 gelang ihm der internat. Durchbruch mit der Herausgabe von Franz Kuglers "Geschichte Friedrichs des Grossen" mit Illustrationen von Adolf Menzel. Seine grösste Tat war 1843 die Schaffung der "Illustrirten Zeitung", die rasch eine führende Stellung im In- und Ausland erlangte. Seine drei Söhne nahm W. alle ins Geschäft, das 1944 bei der Bombardierung unterging. Zahlreiche hohe Auszeichnungen. 1867 Schweizer Konsul für das Königreich Sachsen und die thüring. Fürstentümer.


Literatur
– E. Schellenberg, «Johann Jakob W., Buchhändler», in SchBeitr. 33, 1956, 289-300
– W. Weber, Johann Jakob W., 22003

Autorin/Autor: Michel Guisolan