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Patocchi, Pericle

geboren 9.3.1911 Lugano, gestorben 13.4.1968 Leukerbad, kath., von Peccia (heute Gem. Lavizzara). Sohn des Remo, Postbeamten und Kunstmalers, sowie der Asia geb. Perea, ital. Künstlerin span. Herkunft. Cousin von Aldo ( -> 1) und Elmo ( -> 2). ∞ 1) Gilberte Oberholz, von Courtaman. 2) Paz (Pax) Perlasca, Hörspielinterpretin, von Morcote. Gymnasium in Mailand und Sitten. P. studierte Sozialwissenschaften in Genf und moderne Literatur in Freiburg, die er 1935 bzw. 1939 mit dem Lizenziat abschloss. 1939-51 unterrichtete er franz. Sprache und Literatur an der kant. Handelsschule in Bellinzona sowie 1951-68 am Gymnasium Lugano. Als Dichter veröffentlichte P. mit "Nella chiara profondità" (1944) nur ein Werk in Italienisch. Seine franz. Gedichte erschienen in der Schweiz und in Frankreich ("Gris beau gris" 1954, "Pure perte" 1959). Er schrieb für Zeitschriften beider Länder, so für die "Cahiers du Sud". Während er das Werk Salvatore Quasimodos 1963 ins Französische übersetzte, übertrug dieser P.s letztes Kurzepos "Chemin de croix" 1968 ins Italienische. P.s Schaffen war durchdrungen von der Sehnsucht nach der Befreiung des Menschen, die der Symbolist in kontrastreiche, farbige Bilder übertrug. 1942 und 1960 Schillerpreis.


Archive
– BCLo, Nachlass
Literatur
Idra, 1995, Nr. 9, 101-164
Cenobio 52, 2003, 291-328

Autorin/Autor: Piero Regolatti / CN