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Bossi, Johann Georg

geboren 10.8.1773 Mon, gestorben 9.1.1844 Chur, von Mon. Sohn des Paulus Jakobus, Landwirts, und der Maria Barbara Catharina Wiezel. Stud. in Feldkirch (Vorarlberg), Ottobeuren (Bayern) und Mailand (Collegium Helveticum). 1797 Priester, 1799 Pfarrer von Mon. 1826 Churer Domscholaster, nach dem Tod des Bf. Karl Rudolf Buol von Schauenstein 1834 zum Bf. von Chur und St. Gallen ernannt. Erst nachdem 1836 der Hl. Stuhl das Bistum St. Gallen von Chur getrennt hatte, anerkannte die Bündner Regierung B. als Churer Bf. Gegen B.s Widerstand übernahm die Kantonsregierung die dem Priesterseminar St. Luzi angeschlossene Knabenschule als kath. Kantonsschule. B. verfasste einige rätorom. Gebetbücher. Ein Schlaganfall band ihn ab 1838 dauernd an die Residenz Chur. Der wiederholten Bitte um einen Koadjutor wurde von Rom erst 1843 mit der Ernennung Kaspars de Carl von Hohenbalken entsprochen.


Literatur
HS I/1, 502; I/2, 1019 f.

Autorin/Autor: Leo Ettlin