Giornale del Popolo

Die Tageszeitung G. wurde 1926 vom Bf. von Lugano, Aurelio Bacciarini, gegründet. Mit dieser verlegerischen Initiative, die Jahre zuvor ins Auge gefasst, aber aus versch. Gründen nie verwirklicht worden war, wollte die Diözese als alleinige Besitzerin der Zeitung sich mit einem Mittel ausstatten, um den seelsorgerischen (aber auch polit.) Erfordernissen der Zeit zu entsprechen. Das jahrzehntelang (1926-83) von Don Alfredo Leber geleitete Blatt setzte sich zum Ziel, die Standpunkte der kath. Kirche zu verbreiten und legte besonderes Gewicht auf moral. Fragen, wobei mit der Zeit das Themenspektrum erweitert wurde (Mode, Sport, Freizeit, Veranstaltungen). Die Auflage stieg innerhalb weniger Monate von anfänglich 2'500 auf 4'000 Exemplare, dann, 1945, auf 8'000, 1975 auf fast 19'000 und von 1995 bis 2000 auf über 25'000. Ursprünglich gehörte das Blatt der Opera diocesana Giornale del Popolo. 2002 wurde der Verlag Giornale del Popolo SA gegründet; seit 2004 hält der Verlag Corriere del Ticino 49% der Aktien.


Literatur
Una storia, un giornale, un popolo, hg. von M. Bernasconi, 2002

Autorin/Autor: Redaktion / PTO