05/01/2012 | Rückmeldung | PDF | drucken

Rocourt

Polit. Gem. JU, Bez. Pruntrut. Dorf mit zwei schmalen, senkrecht zur Strasse Pruntrut-Besançon liegenden Teilen. 1148 Rocort. 1818 214 Einw.; 1850 272; 1900 232; 1950 187; 2000 142. Bis ins 15. Jh. vermischt sich die Geschichte von R. mit jener der Herren von R., die dem Fürstbf. von Basel stets die Huldigung verweigerten. Als ihr Geschlecht ausstarb, ging die kleine Herrschaft an das Fürstbistum zurück. Unter der franz. Herrschaft 1793-1813 war das im Grossmeiertum Chevenez der Herrschaft Ajoie gelegene R. Teil der Dep. Mont-Terrible bzw. Haut-Rhin. 1815-1978 gehörte R. im Kt. Bern zum Oberamt bzw. Amtsbez. Pruntrut. Bis 1876 war R. nach Grandfontaine kirchgenössig; Bern anerkannte die Kirchgem. R. erst 1935. Die Kirche Saint François-Xavier entstand 1857-59. 1836 wurde R. zur Gemischten Gemeinde. Das Dorf bewahrte seinen ländl. Charakter und ist nach wie vor von der Landwirtschaft geprägt, die 2005 72% der Arbeitsplätze in der Gem. stellte. Der grösste Teil der Erwerbstätigen arbeitet allerdings ausserhalb.


Literatur
– A. Daucourt, Dictionnaire historique des paroisses de l'ancien évêché de Bâle 6, 1905, 26-43 (Neudr. 1980)

Autorin/Autor: Dominique Prongué / CBA