Pleujouse

Ehem. polit. Gem. JU, Bez. Pruntrut, die sich 2009 mit Asuel, Charmoille, Fregiécourt und Miécourt zur Gem. La Baroche zusammenschloss. 1105 de Pluiusa, dt. früher Plützhausen. 1818 205 Einw.; 1850 239; 1900 135; 1950 109; 2000 80. Die um 1100 von den Adligen von P. auf einem Felssporn errichtete Burg, um die sich das Dorf entwickelte, gehörte ab dem 13. Jh. dem Bf. von Basel, der sie den Herren von P. und weiteren Adligen verlieh oder verpfändete. 1924 kam das 1794 als franz. Nationaleigentum verkaufte Schloss in den Besitz der Association des amis du château de P. Der Verein renovierte und gestaltete es mehrmals um. Insbesondere ein Rundturm aus dem 13. Jh. und der hohe Wohntrakt aus dem 16. Jh. blieben erhalten. Letzterer wurde nach dem Brand von 1980 wieder aufgebaut (seit 1988 Restaurant). Kirchlich gehörte das Dorf zu La Baroche (Charmoille) und ab 1839 zu Asuel. 1881 baute P. eine Kapelle. Bis 1792 gehörte P. zur Herrschaft Ajoie des Fürstbistums Basel, 1792-1813 zu den franz. Departementen Mont-Terrible bzw. Haut-Rhin, 1815-1978 zum Kt. Bern. 1836 wurde P. zu einer gemischten Gemeinde. Das ausgeprägte Bauerndorf produziert u.a. Damaszener Pflaumen.


Literatur
– L. Vautrey, Notices historiques sur les villes et les villages du Jura bernois 2, 1869, 147-153, (Neudr. 1979)
– E. Erdin, «Burg P. im Jura», in Jurabl. 42, 1980, 93-102
– G. Joset, P. et sa chapelle, 1981

Autorin/Autor: Dominique Prongué / CN