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Givaudan, Léon

geboren 12.1.1875 Caluire (Rhône-Alpes), gestorben 25.3.1936 vermutlich Paris, kath., Franzose. Sohn des Evariste André und der Marie Thérèse Aurore geb. G. Bruder des Xavier ( -> 2). Chemiestud. in Lyon und Zürich. Ab 1895 stellte G. in einem behelfsmässigen Labor in Zürich äther. Öle und synthet. Riechstoffe her. 1898 verpachtete ihm die Stadt Genf eine 6'200 m2 grosse Parzelle. Das Haus Givaudan konnte sich ein Jahr später in Vernier am Rhoneufer installieren, nahe der Usine de Chèvres, dem ersten grossen Wasserkraftwerk der Gegend. Die ersten hergestellten Produkte sollten die grösstmögl. Geruchsreinheit erreichen und bestanden aus Benzyl- und Zimtsäurealkohol sowie versch. Azetaten. Als G. 1914 von der franz. Armee eingezogen wurde, liess er seinen Bruder Xavier in die Schweiz kommen, um die Firma zu führen. Nach Kriegsende lebte G. in Paris.


Literatur
– L. Buhart, «Les flacons de la séduction», in L'Estampille - L'objet d'art 263, 1992, 68-75

Autorin/Autor: Ingrid Liebeskind Sauthier / MS