Fregiécourt

Ehemalige politische Gemeinde JU, Bezirk Pruntrut. Seit 2009 mit Asuel, Charmoille, Miécourt und Pleujouse Teil der neuen Gemeinde La Baroche. 1136 Frigiscurth. 1818 237 Einw.; 1850 350; 1900 240; 1950 190; 2000 133. Überreste eines Dolmens aus der Jungsteinzeit; wahrscheinlich merowing. Grabstätte. Im MA teilte F. das Schicksal der Vogtei Ajoie, die Ende des 13. Jh. ins Bistum Basel eingegliedert wurde. Ab dem 16. Jh. war F. Teil des Meieramtes Alle, dann der franz. Departemente Mont-Terrible (1793-1800) und Haut-Rhin (1800-14). 1815-1978 gehörte F. zum Berner Oberamt bzw. zum bern. Amtsbez. Pruntrut. Nach dem Erlöschen der Fam. von Hasenburg Ende 15. Jh. kam es zu Erbstreitigkeiten zwischen der Abtei Lützel und dem Bf. von Basel; 1482 teilten sie den Zehnten von F. unter sich auf. Die den Heiligen Immer und Hubert geweihte Kapelle, 1379 erstmals erwähnt, wurde 1612 neu erbaut. Kirchlich gehörte F. zu Charmoille, auch De la Baroche genannt, trennte sich aber 1611 mit Miécourt von dieser Pfarrei; 1802 wurde F. wieder Charmoille eingegliedert. Seit 1836 ist F. eine Gemischte Gemeinde. Das Dorf ist landwirschaftlich geprägt (u.a. Kirsch- und Damaszenerpflaumenbäume).


Literatur
– L. Vautrey Notices historiques sur les villes et les villages du Jura bernois 2, 1863, 29-38, (Neudr. 1979)

Autorin/Autor: Dominique Prongué / MD