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Kapp, Karl William

geboren 27.10.1910 Königsberg, gestorben 10.4.1976 Dubrovnik, dt. Staatsbürger, US-Bürger. Sohn des August Wilhelm, Physikprofessors. ∞ Lore Masur. Volkswirtschafts- und Jurastud. in Berlin, London und Genf, 1936 Promotion in Nationalökonomie in Genf. 1936-37 Fellow an der Univ. Genf und Kontakte zur Ecole suisse d'études sociales in Genf. 1937 Übersiedlung in die USA, Lehrtätigkeit an versch. Univ., ab 1953 Prof. in New York. 1965-76 Prof. für Nationalökonomie an der Univ. Basel. In der Volkswirtschaftslehre gilt K. als ein Wegbereiter des Konzepts der externen Kosten. Als wichtiger Vertreter der institutionellen Ökonomie hat er v.a. die sozialen Kosten der öffentl. Güter wie Wasser und Luft frühzeitig unter ökolog. Gesichtspunkten untersucht. Zudem befasste sich K. intensiv mit den wirtschaftl. Problemen von Entwicklungsländern. Zu seinem Gedenken wird seit 2004 der Kapp-Forschungspreis für ökolog. Ökonomie verliehen.


Archive
– Karl-W.-Kapp-und-Lore-L.-Kapp-Stiftung, Basel, Nachlass
Literatur
National-Ztg., 23.4.1976
– R. Heidenreich, Ökonomie und Institutionen, 1994

Autorin/Autor: Hermann Wichers