20/01/2005 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Damvant

Polit. Gem. JU, Bez. Pruntrut. Grenzdorf an der Strasse Pruntrut-Besançon. 1283 Dampvant. 1818 275 Einw.; 1850 357; 1870 288; 1900 352; 1950 214; 2000 136. Galloröm. Villa, die 1842 teilweise ausgegraben wurde. Der Bf. von Basel, dem das Dorf gehörte, verstärkte nach den Burgunderkriegen (1474-77) den rechtl. Zugriff. Neben D. umfasste die Pfarrei die Dörfer Réclère und Villars-les-Blamont (Doubs), das sich im 18. Jh. loslöste. Sie gehörte bis 1779 zur Diözese Besançon, nachher zur Diözese Basel. Der Pfarrer der Kirche Saint-Germain wurde vom Prior von Lanthenans (Doubs) ernannt. Ab dem 16. Jh. bildete das Dorf einen Teil des Grossmeiertums Chevenez. 1725 wurde in einem Grenzabkommen der Grenzverlauf zwischen Frankreich und dem Bistum Basel korrigiert. 1793-1813 war D. den franz. Dep. Mont-Terrible und Haut-Rhin angegliedert, 1815-1978 dem Kt. Bern. 1836 wurde D. eine Gemischte Gemeinde (Commune mixte). Das Dorf ist durch Landwirtschaft und Pferdezucht geprägt.


Literatur
– L. Vautrey, Notices historiques sur les villes et les villages du Jura bernois 1, 1863, 374-387, (Neudr. 1979)
– P. Rebetez-Paroz, Les relations de l'évêché de Bâle avec la France au XVIIIe siècle, 1943

Autorin/Autor: Dominique Prongué / CN