Damphreux

Polit. Gem. JU, Bez. Pruntrut. 1161 Damfriol. 1818 246 Einw.; 1850 344; 1900 294; 1950 276; 1990 150; 2000 166. Das Kapitel von Saint-Ursanne besass in D. 1178 ein freies Allod, dasjenige von Moutier-Grandval 1396 Leihegüter, ebenso wie die Abtei Bellelay. Bis zum Ende des 13. Jh. gehörte D. zur Grafschaft Pfirt (Ferrette) und ging nachher an die Kastvogtei Ajoie über, die ins Bistum Basel integriert war. D. gehörte bis 1792 zum Meieramt von Cœuve, 1793-1814 zu den franz. Dep. Mont-Terrible und Haut-Rhin und 1815-1978 zum Oberamt bzw. zum bern. Amtsbez. Pruntrut. 1836 wurde C. eine Gemischte Gemeinde (Commune mixte). Der Überlieferung zufolge ist D. die älteste Pfarrgem. der Ajoie. Sie umfasste bis 1619 Bonfol und Vendlincourt, bis 1802 Lugnez und Beurnevésin und gehörte bis 1779 zur Diözese Besançon, nachher zum Bistum Basel. Die Kirche Saints-Ferréol-et-Ferjeux wurde 1715 restauriert und 1867 neu erbaut. Das Dorf ist von der Landwirtschaft geprägt; seine Bevölkerung nimmt stark ab. 1991 Güterzusammenlegung.


Literatur
– L. Vautrey, Notices historiques sur les villes et les villages du Jura bernois 1, 1863, 355-373, (Neudr. 1979)

Autorin/Autor: Dominique Prongué / CN