• <b>Fraubrunnen (Gemeinde)</b><br>Der Angriff der Berner auf das Kloster im Dezember 1375. Illustration von 1485 aus  Diebold Schillings   "Spiezer Chronik" (Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.I.16, S. 408.) Die Gugler, französische und englische Söldner, die 1375 ins Schweizer Mittelland einfielen, haben sich im Kloster verschanzt. Sie sind an ihren kapuzenförmigen Helmen erkennbar. Die zur Verstärkung der Ortsbevölkerung herbeigerufenen bernischen Truppen schlugen die Gugler und setzten dabei das Kloster in Brand, das dadurch grossen Schaden erlitt.

Fraubrunnen (Gemeinde)

Politische Gemeinde BE, Amtsbezirk Fraubrunnen, Verwaltungskreis Bern-Mittelland, umfasst das Dorf im Tal der Urtenen und die Weiler Binel, Bischof, Unterberg und Tubenmoos sowie seit 2014 auch Büren zum Hof, Etzelkofen, Grafenried, Limpach, Mülchi, Schalunen und Zauggenried. 1267 Frouwenbrunnen. 1764 229 Einw.; 1850 525; 1900 456; 1910 415; 1950 638; 1960 634; 1990 1'493; 2000 1'607. Hallstattzeitl. Tumuli im Rüdtligen- und Binelwald. Mitte des 13. Jh. entstand in F. das Zisterzienserinnenkloster, das 1528 säkularisiert wurde. Das Zelgdorf umfasste den Klosterhof, Lehenhöfe und Gewerbe (Mühle, Schmiede, Taverne). Seit 1535 ist das Dorf F. nach Grafenried kirchgenössig. Mit den Nachbargemeinden nutzte es die Klosterwälder (ab 1528 Staatswald). Grosse Gebiete von F. waren Feuchtland und wurden erst nach der Entsumpfung (1848-49; 1918-19) kultivierbar. Zum Getreidebau kamen im 19. Jh. Kartoffelanbau sowie Vieh- und Milchwirtschaft hinzu (1881 Käserei, 1897 landwirtschaftl. Genossenschaft). In F., 1528-1798 Hauptort der Landvogtei, standen vor 1800 neben Mühle, Nagelschmiede und zwei Gasthöfen auch Salz- und Kornhäuser. 1837 entstand die Amtsersparniskasse F. (1992 übernommen durch die Spar- und Leihkasse Bern), 1860 die regionale Sekundarschule (mit acht Verbandsgemeinden). Einst an der wichtigen Landstrasse Bern-Solothurn gelegen, wurde F. von den modernen Verkehrsstrassen nicht berührt. Ab 1960 gewann die 1916-24 erbaute Solothurn-Zollikofen-Bern-Bahn für den Pendlerverkehr an Bedeutung. Es entstanden neue Quartiere (Tafelenfeld, Höhe, Moos), Neubauten im Zentrum und Schulhäuser mit Sportanlagen (ab 1983). Arbeitsplätze boten die Bezirksverwaltung, das Kleingewerbe und einige industrielle Betriebe (Möbelfabrik, Handelsmühle). Zwei kriegerische Treffen machten F. bekannt: 1375 schlugen Berner die Gugler auf dem Tafelenfeld und vertrieben sie aus dem Kloster; 1798 besiegten die Franzosen die bern. Verteidiger auf der Bischofhöhe (Gedenksteine auf dem Tafelenfeld).

<b>Fraubrunnen (Gemeinde)</b><br>Der Angriff der Berner auf das Kloster im Dezember 1375. Illustration von 1485 aus  Diebold Schillings   "Spiezer Chronik" (Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.I.16, S. 408.)<BR/>Die Gugler, französische und englische Söldner, die 1375 ins Schweizer Mittelland einfielen, haben sich im Kloster verschanzt. Sie sind an ihren kapuzenförmigen Helmen erkennbar. Die zur Verstärkung der Ortsbevölkerung herbeigerufenen bernischen Truppen schlugen die Gugler und setzten dabei das Kloster in Brand, das dadurch grossen Schaden erlitt.<BR/>
Der Angriff der Berner auf das Kloster im Dezember 1375. Illustration von 1485 aus Diebold Schillings "Spiezer Chronik" (Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.I.16, S. 408.)
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Literatur
Das Amt F., 1925
Chronik des Amtes F., 1954-
– E.W. Eggimann, 100 Jahre Landi, [1996]
– P.Studer, 100 Jahre Elektra F., [2003]

Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler