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Buix

Ehemalige politische Gemeinde JU, Bezirk Pruntrut, seit 2009 mit Courtemaîche und Montignez Teil der neuen Gemeinde Basse-Allaine. An der Grenze zu Frankreich, mit dem Dorf B. und dem Weiler Le Maira. 1136 Bus, dt. früher Buchs. 1770 207 Einw.; 1818 296; 1850 453; 1900 561; 1950 628; 2000 456. Ein grosser röm. Gutshof wurde im 19. Jh. durch Auguste Quiquerez entdeckt und 1993 untersucht, wobei auch Mauerwerk aus dem MA zum Vorschein kam. Damals gehörte B. zur Vogtei Ajoie, die Ende des 13. Jh. an das Fürstbistum Basel kam. Ein Adelsgeschlecht de B. ist ab 1170 belegt; eine Schenkung von 1244 an das Kloster Bellelay ist das älteste Zeugnis franz. Sprache aus der franz. Schweiz. Neben Bellelay besassen um 1392 auch die Stifte Lützel und Saint-Ursanne Leihegüter in B. Bis zum Ende des Ancien Régime gehörte die Dorfgemeinde zum Meieramt Bure, 1792-1815 zu den franz. Departementen Mont-Terrible bzw. Haut-Rhin, 1815-1978 zum bern. Oberamt bzw. Bez. Pruntrut. 1852 wurde B. zur Gemischten Gemeinde. Die Pfarrei (mit der 1157 erw. Kirche Saint-Maurice) hing von der Abtei Baume-les-Messieurs in der Freigrafschaft Burgund ab, gehörte bis 1779 zur Diözese Besançon und kam dann zur Diözese Basel. Der (heute stillgelegte) Bahnhof an der Linie Pruntrut-Delle (Franche-Comté) wurde 1872 in Betrieb genommen. Im frühen 20. Jh. wurden Edelsteine für die Uhrenindustrie gefertigt. Ab 1950 arbeitete die Mehrheit der erwerbstätigen Einwohner ausserhalb des Orts, v.a. in Boncourt. 1988 wurden in B. erstmals im Kt. Jura wieder Reben gesetzt.


Literatur
– C. Peter, «La villa gallo-romaine de B. dans la vallée de l'Allaine (JU)», in ArS 18, 1995, 25-32

Autorin/Autor: Dominique Prongué / AZ