04/01/2012 | Rückmeldung | PDF | drucken

Soubey

Polit. Gem. JU, Bez. Freiberge. Neben dem Dorf S., das Bauernhäuser mit Giebelfronten aus dem 17. bis 19. Jh. aufweist, umfasst die Gem. die Weiler Clairbief, Chercenay, Froidevaux und Le Chaufour links sowie Lobschez und Les Moulins rechts des Doubs. 1340 Subeis, 1369 Subiez. 1818 345 Einw.; 1850 391; 1900 352; 1950 219; 1980 157; 2000 136. Das 1340 bezeugte Dorf war nach Chercenay kirchgenössig, dessen Kapelle 1139 belegt ist. Die vor 1200 erw. Siedlungen Chercenay, Froidevaux und Lobschez verloren im 17. Jh. ihre Bedeutung zugunsten von S. Die 1632 geweihte Pfarrkirche Saint-Valbert wurde 1961-62 renoviert und mit Glasmalereien von Coghuf ausgestattet. S. war eine sog. Courtine des Kapitels Saint-Ursanne im Fürstbistum Basel. Unter franz. Herrschaft 1793-1813 gehörte S. zum Dep. Mont-Terrible bzw. Haut-Rhin. 1815-1978 war es Teil des Kt. Bern. Die Einwohnergemeinde umfasst zwei Nutzungsgenossenschaften, eine für das Dorf und eine für die Weiler. In Lobschez wurde im 17. Jh. eine Glashütte betrieben, in S. im 15.-20. Jh. mehrere Mühlen und Sägereien und seit 1960 eine Forellenzucht. Seit 1864 führt eine Strasse von S. auf die Hochebene der Freiberge, die Brücke wurde 1894 durch eine Eisenkonstruktion ersetzt. S. ist stark landwirtschaftlich geprägt (2005 arbeiteten 67% der Berufstätigen im 1. Sektor), bietet aber auch zunehmend tourist. Aktivitäten am Doubs.


Literatur
– J.-P. Prongué, La Prévôté de Saint-Ursanne du XIIIe au XVe siècle, 1995
– A. Petignat, J.-P. Gigon, Les moulins du Clos du Doubs, 2004

Autorin/Autor: François Kohler / CBA