19/10/2012 | Rückmeldung | PDF | drucken

Vermes

Ehem. polit. Gem. JU, Bez. Delsberg, die 2013 mit Montsevelier und Vicques zur gemischen Gem. Val Terbi fusionierte. Die im Val Terbi, an einem Zufluss der Scheulte gelegene Gem. umfasst neben dem Dorf V. den Weiler Envelier (mit der Kapelle Saint-Joseph) und das Schloss Raymontpierre. 866 Vertima, 1308 Vermunt, dt. früher Pferdmund. 1818 486 Einw.; 1850 605; 1900 452; 1950 479; 2000 319. Die im Besitz der Abtei Moutier-Grandval 866 und 884 erw., dem hl. Paul geweihte cella wurde zwischen 884 und 968 vermutlich aufgegeben. Die Pfarrkirche Saints-Pierre-et-Paul mit ihrem Zwiebelturm zeichnet sich durch einen rom. Kern und got. Wandmalereien aus dem frühen 15. Jh. aus. V. gehörte zur Herrschaft Delsberg im Fürstbistum Basel und unter franz. Herrschaft 1793-1814 zum Dep. Mont-Terrible und Haut-Rhin. 1815-1978 war es Teil des Kt. Bern. Seit 1853 ist V. eine Gemischte Gemeinde; Envelier wies im 19. Jh. eine eigene Bürgergem. auf. 1875 wurde die Schule gebaut. V. bewahrte den ländl. Charakter bis ins 21. Jh.


Literatur
– L. Vautrey, Notices historiques sur les villes et les villages du Jura bernois 5, 1881, 649-679
HS III/1, 347-351

Autorin/Autor: François Kohler / AL