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Vermes

Ehemalige politische Gemeinde JU, Bezirk Delsberg, die 2013 mit Montsevelier und Vicques zur neuen Gemeinde Val Terbi fusionierte. Das im Val Terbi, an einem Zufluss der Scheulte gelegene Vermes umfasste neben dem gleichnamigen Dorf den Weiler Envelier (mit der Kapelle Saint-Joseph) und das Schloss Raymontpierre. 866 Vertima, 1308 Vermunt, dt. früher Pferdmund. 1818 486 Einw.; 1850 605; 1900 452; 1950 479; 2000 319. Die im Besitz der Abtei Moutier-Grandval 866 und 884 erw., dem hl. Paul geweihte cella wurde zwischen 884 und 968 vermutlich aufgegeben. Die Pfarrkirche Saints-Pierre-et-Paul mit ihrem Zwiebelturm zeichnet sich durch einen rom. Kern und got. Wandmalereien aus dem frühen 15. Jh. aus. Vermes gehörte zur Herrschaft Delsberg im Fürstbistum Basel und unter franz. Herrschaft 1793-1814 zum Dep. Mont-Terrible und Haut-Rhin. 1815-1978 war es Teil des Kt. Bern. 1853 wurde Vermes eine Gemischte Gemeinde; Envelier wies im 19. Jh. eine eigene Bürgergemeinde auf. 1875 wurde die Schule gebaut. Das Dorf bewahrte seinen ländl. Charakter bis ins 21. Jh.


Literatur
– L. Vautrey, Notices historiques sur les villes et les villages du Jura bernois 5, 1881, 649-679
HS III/1, 347-351

Autorin/Autor: François Kohler / AL