Büren zum Hof

Ehemalige politische Gemeinde BE, Amtsbezirk Fraubrunnen, Verwaltungskreis Bern-Mittelland, seit 2014 Teil der Gemeinde Fraubrunnen. Am Ostrand des Plateaus von Rapperswil gelegen, umfasst Büren zum Hof das gleichnamige Dorf (1249 Burron), die Häusergruppen Kapf, Speichhüsli und Dorzenmatten. 1764 203 Einw.; 1850 457; 1900 319; 1920 282; 1950 339; 2000 431. Hallstattzeitl. Grabhügel (Buchhubel) und vermutlich ma. Siedlungsreste (Wachthausacker). Frühe Güterbesitzer waren die 1249 erwähnten Ritter von Schüpfen und die 1255 erstmals beschenkte, nahe Abtei Fraubrunnen. Das Kloster besass in der Folge den Grossteil der Höfe und das Niedergericht, welchem die Kastvögte der Abtei (ab 1406 die Stadt Bern) vorstanden. Nach der Säkularisation (1528) wurde B. Bestandteil der neuen Landvogtei Fraubrunnen. Kirchlich gehört B. zu Limpach. Ackerbau in Zelgen und vom 19. Jh. an vermehrt Milchwirtschaft (Käserei 1854) prägten den bäuerl.-kleingewerbl. Ort (Güterzusammenlegung 1918-20). Dank günstiger Verkehrslage an Strasse und Bahn nach Bern und Solothurn nahmen ab den 1970er Jahren der Wohnungsbau und die Zahl der Pendler, v.a. nach Bern, zu. B. bildete einen Schulverband mit Mülchi, Etzelkofen, Limpach und Fraubrunnen (Sekundarschule).


Literatur
– F. Schmalz, B., 1980

Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler