24/07/2014 | Rückmeldung | PDF | drucken

Rossemaison

Polit. Gem. JU, Bez. Delsberg. 1462 Rosemason, dt. früher Rottmund. 1818 138 Einw.; 1850 185; 1900 192; 1910 250; 1950 248; 2000 501. Das Dorf gehörte zur Propstei Moutier-Grandval im Fürstbistum Basel und war Teil von sous les Roches, das nach der Reformation beim alten Glauben blieb. Unter franz. Herrschaft (1793-1813) unterstand R. den Dep. Mont-Terrible bzw. Haut-Rhin; dann kam es an den Kt. Bern (1815-1978), wo es dem Oberamt Moutier, später dem gleichnamigen Amtsbez. zugeteilt wurde. In den Juraplebisziten entschied sich die Grenzgem. 1975 für den Anschluss an den Kt. Jura. Kirchlich ist R. der Pfarrei Courrendlin angegliedert. Die 1869-70 erbaute Kapelle Notre-Dame-de-la-Salette wird seit 1983 als Kulturzentrum genutzt. Die neue Kapelle mit demselben Patrozinium entstand 1969. Seit 1854 ist R. eine gemischte Gemeinde. Obwohl im alten Dorfkern noch einige Bauernhöfe aus dem 18. und 19. Jh. erhalten sind, hat R. sich aufgrund seiner Nähe zu Delsberg überwiegend zur Wohngem. entwickelt.


Literatur
– A. Daucourt, Dictionnaire historique des paroisses de l'ancien évêché de Bâle 1, 1897, 231-233 (Neudr. 1980)
R., notre village, 1976-

Autorin/Autor: François Kohler / GL