Rebeuvelier

Polit. Gem. JU, Bez. Delsberg. Dorf östlich der Strasse Delsberg-Moutier. Auf dem Gebiet von R. liegt der Gipfel des Mont Raimeux (1303 m), der höchste Punkt des Kantons. 1148 Rebonvillier, dt. früher Rippertswiler. 1818 278 Einw.; 1850 332; 1900 392; 1950 259; 1980 220; 2000 314. Die 1441 erw. Pfarrei war von ca. 1635 bis 1772 und 1874 bis 1935 mit Vermes vereint. Die Kirche Saints-Jean-et-Paul wurde um 1720 neu erbaut und 1959 renoviert. R. zählte zu den dreizehn freien Dörfern im Delsberger Tal (Fürstbistum Basel), in dem das Stift Moutier-Grandval einen Teil des Zehnten besass. Während der franz. Herrschaft 1793-1813 gehörte R. zu den Dep. Mont-Terrible und Haut-Rhin, 1815-1978 zum Kt. Bern. Ab 1853 bildete R. eine gemischte Gemeinde. Im 19. Jh. wurde eine Glasfabrik betrieben. Der grösste Teil der Erwerbstätigen arbeitete ab Ende des 19. Jh. auswärts, bis um 1980 v.a. in der Giesserei Choindez. 2005 stellte der 2. Sektor fast 40% der Arbeitsplätze (v.a. Formdreherei).


Literatur
– L. Vautrey, Notices historiques sur les villes et villages du Jura bernois 5, 1881, 399-422, (Neudr. 1979)
La verrerie de Roches, à R., hg. von F. Schifferdecker, 2005

Autorin/Autor: François Kohler / CN