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Glovelier

Ehemalige politische Gemeinde JU, Bezirk Delsberg, seit 2013 mit Bassecourt, Courfaivre, Soulce und Undervelier Teil der neuen Gemeinde Haute-Sorne. Am Westende des Tals von Delsberg gelegenes Dorf, am Schnittpunkt der alten Verkehrswege von Pruntrut nach Biel über Bellelay und Pierre-Pertuis sowie von Delsberg nach La Chaux-de-Fonds. Bei La Roche (880 m) befindet sich eine Strassenkreuzung und der Weiler Sceut (1210 ad rupem de Zuc), der eine eigene Bürgerkorporation bildet. 1139 Lolenviler. 1818 481 Einw.; 1850 537; 1900 634; 1950 898; 2000 1'122. Zahlreiche Keramiken aus der Spätbronzezeit in Les Viviers. In Bonabé wurden auf dem Trassee einer Römerstrasse röm. Münzen gefunden. G. war eines der 13 freien Dörfer des Tals von Delsberg, das eine Herrschaft des Fürstbistums Basel bildete. Die schon im 12. Jh. erw. Pfarrei umfasste bis 1802 und 1874-1935 das Dorf Saulcy. Die Kirche Saint-Maurice wurde 1923-24 im rechten Winkel zum 1690-91 errichteten Gebäude wieder aufgebaut. 1648 wurden die Gebiete von Saulcy und von G., das sich 1853 als Gemischte Gem. konstituierte, voneinander abgegrenzt. Bedeutende Sägerei (Eisenbahnschwellen) sowie Herstellung von Ersatzteilen für die Uhrenindustrie und von Kunststoffartikeln. Bahnhof der SBB-Linie Delsberg-Delle und Endpunkt der Linie der Jurabahn G.-La Chaux-de-Fonds.


Literatur
– L.Vautrey Notices historiques sur les villes et les villages du Jura Bernois 5, 1881, 291-310, (Neudr. 1979)
– B. Girard, G. dans le miroir de son passé, 1984

Autorin/Autor: François Kohler / EB