Corban

Polit. Gem. JU, Bez. Delsberg, im östl. Teil des Scheulte-Tals (Val Terbi) gelegen. 1184 Bathendorf, 1240 Corpaon. 1818 314 Einw; 1850 392; 1900 389; 1910 375; 1950 457; 1980 402; 2000 452. 1892 wurde ein Münzschatz mit 104 röm. Münzen aus dem 1. und 2. Jh. n.Chr. entdeckt. Bis 1797 war C. ein Meieramt der Propstei Moutier-Grandval und Teil des kath. gebliebenen grossen Meieramts Courrendlin, das auch sous les Roches genannt wurde. C. gehörte zu den franz. Dep. Mont Terrible (1797-1800) und Haut-Rhin (1800-15), zum bern. Oberamt und schliesslich zum Amtsbezirk Moutier. Seit 1853 ist C. Bürgergemeinde. Nach den beiden ersten Volksabstimmungen (Juni 1974, März 1975) entschied sich C. als Grenzgemeinde zwischen den separatist. und den berntreuen Amtsbezirken in der Abstimmung vom 7.9.1975 für die Angliederung an den Kt. Jura. 1976 wurde die Gemeinde dem Amtsbez. Moutier, 1979 dem Bez. Delsberg angegliedert. Bis zum Beginn des 17. Jh. gehörte C. zur Pfarrei Vermes. In der 1683 errichteten St. Blasius-Kapelle sind trotz späteren Umbauten spätgot. Elemente erhalten geblieben. Anfangs des 20. Jh. herrschten in C. Ackerbau und Viehzucht vor.


Literatur
– A. Daucourt, Dictionnaire historique des paroisses de l'ancien évêché de Bâle 1, 1897, 146-152, (Nachdr. 1980)

Autorin/Autor: François Kohler / AW