18/12/2003 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Châtillon (JU)

Polit. Gem. JU, Bez. Delsberg. Strassendorf südl. von Delsberg, in einem Tal am Nordhang der Bergkette des Le Mont gelegen. 1148 Chastellun. 1818 144 Einw.; 1850 193; 1880 152; 1900 221; 1950 343; 1970 299; 2000 378. Versch. Dokumente aus dem 12. Jh. bestätigen Besitz des Stifts Moutier-Grandval in C. Das Dorf gehörte zu jenem Teil der Propstei Moutier-Grandval, der sous les Roches genannt wurde und in der Reformation beim kath. Glauben blieb. 1797-1814 unterstand C. franz. Herrschaft, 1815 kam es zum bern. Oberamt bzw. zum Amtsbez. Moutier, 1975 stimmte es für den Beitritt zum neuen Kt. Jura und kam so an die Kantonsgrenze zu liegen. C. gehörte immer zur Pfarrei Courrendlin; die Kapelle Mariä Himmelfahrt wurde 1817 gebaut. Seit 1854 bestehen nebeneinander eine Einwohner- und eine Bürgergemeinde. Mehr als zwei Drittel der Erwerbstätigen des agrarisch geprägten Dorfes arbeiteten 2000 auswärts.


Literatur
– A. Daucourt, Dictionnaire historique des paroisses de l'ancien Evêché de Bâle 1, 1897, 234-236, (Nachdr. 1980)

Autorin/Autor: François Kohler / SK