• <b>Leopold III. von Habsburg</b><br>Kopie eines Bildnisses im sogenannten Wappenbuch Luzern, angelegt von Renward Cysat, 1580. Aquarellierte Federzeichnung (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, BB Ms. 124 fol., fol. 16v und 17r). Das Brustbild zeigt den Herzog (irrtümlich als Leopold II. bezeichnet) barhäuptig im Dreiviertelprofil. Das verschollene, wohl kurz nach seinem Tod entstandene Original befand sich in der Klosterkirche Königsfelden, wo der Herzog mit seinem Rittergefolge ursprünglich begraben war. Es war von der hier wiedergegebenen Beischrift begleitet, die es als "wahres Konterfei" Leopolds auswies.

No 11

Habsburg, Leopold III. von

geboren 1351 wahrscheinlich Wien, gestorben 9.7.1386 Sempach. Sohn von Albrecht II. ( -> 2). Bruder von Albrecht III. ( -> 3). Neffe von Friedrich dem Schönen und Leopold I. ( -> 10). ∞ 1365 Viridis Visconti, Tochter des Gf. Bernabò. Als Begründer der leopoldin. Linie erhielt H. durch den Teilungsvertrag von Neuberg vom 25.9.1379 namentlich die Steiermark, Kärnten, Krain, Tirol, Vorderösterreich und Gebiete in Oberitalien. Seine Aktivitäten konzentrierten sich auf Letztere, wo nur die Erwerbung von Triest von Dauer war, und den Südwesten seines Herrschaftsgebiets. Seine Versuche, eine territoriale Verbindung der habsburg. Vorlande mit Tirol zu erlangen, führten 1385 zu einem Bündnis zwischen dem Schwäb. Städtebund und den Eidgenossen. Eidg. Angriffe auf das österr. Rapperswil sowie Luzerns Ausbürgerpolitik spitzten den Konflikt zu, der für Österreich und H. im Sempacherkrieg mit einer vernichtenden Niederlage endete.

<b>Leopold III. von Habsburg</b><br>Kopie eines Bildnisses im sogenannten Wappenbuch Luzern, angelegt von Renward Cysat, 1580. Aquarellierte Federzeichnung (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, BB Ms. 124 fol., fol. 16v und 17r).<BR/>Das Brustbild zeigt den Herzog (irrtümlich als Leopold II. bezeichnet) barhäuptig im Dreiviertelprofil. Das verschollene, wohl kurz nach seinem Tod entstandene Original befand sich in der Klosterkirche Königsfelden, wo der Herzog mit seinem Rittergefolge ursprünglich begraben war. Es war von der hier wiedergegebenen Beischrift begleitet, die es als "wahres Konterfei" Leopolds auswies.<BR/>
Kopie eines Bildnisses im sogenannten Wappenbuch Luzern, angelegt von Renward Cysat, 1580. Aquarellierte Federzeichnung (Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, Sondersammlung, BB Ms. 124 fol., fol. 16v und 17r).
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Literatur
LexMA 5, 1902
– K.-F. Krieger, Die Habsburger im MA, 1994, 147-152

Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen