Soral

Polit. Gem. GE, die als südlichste Gem. des Kantons an der franz. Grenze zwischen Saint-Julien-en-Genevois und Viry (beide Hochsavoyen) liegt. 1236 Sorraz. 1860 333 Einw.; 1900 329; 1950 241; 2000 597. Siedlungsspuren bestehen seit der röm. Zeit. Im MA besassen die Fam. de Viry und de Rougemont sowie das Priorat Saint-Victor Rechte in S., dessen Bewohner z.T. nach der Pfarrei Thairy, z.T. nach der Pfarrei Viry kirchgenössig waren. 1536 wurde S. der Berner Vogtei Ternier unterstellt und trat zur Reformation über, gelangte aber 1567 wieder an Savoyen, bis es im Turiner Vertrag von 1816 dem Kt. Genf zugeteilt wurde. 1816-47 gehörte das Dorf zur Gem. Avusy-Laconnex-S. (Communes réunies), ab 1847 zur Gem. Laconnex-S. und wurde schliesslich 1850 selbstständig. 1829 entstand die Kirchgem. Laconnex-S. und 1831 wurde in S. die Kirche Saint-Pierre-aux-Liens gebaut. Das Dorf blieb bis 1840, als die Strasse nach Genf ausgebaut wurde, isoliert. 1951 wurde die Buslinie Laconnex-S.-Avusy eröffnet. In der 2. Hälfte des 20. Jh. gab die seit je landwirtschaftlich geprägte Gem. die Viehzucht zugunsten des Getreideanbaus auf. 2005 bot der 1. Sektor fast 28% der Arbeitsplätze in S. an.


Literatur
– P. Bertrand, S., 1977
– D. Hiler, Laconnex-S., 2000

Autorin/Autor: Sybille Eyer Degennes / BE