26/01/2005 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Friedrich III.

geboren 21.9.1415 Innsbruck,gestorben 19.8.1493 Linz. Sohn des Ehzg. Ernst von Österreich und der Cimburgis, Tochter des Ehzg. von Masowien. ∞ 1452 Eleonore, Tochter des Kg. Eduard von Portugal. 1440 Wahl zum dt. König (Krönung 1442); 1452 Kaiserkrönung in Rom. Die Hausmachtpolitik F.s, nämlich die Wiedererlangung der polit. Einheit des Hauses Österreich unter Wahrung der Ansprüche auf die böhm. und ungar. Kronen, die Rekuperation ehemals habsburg. Rechte in den Vorlanden sowie innerösterr. und dynast. Konflikte führten bis in die 1470er Jahre hinein zu einer relativ passiven Reichspolitik. Im Alten Zürichkrieg schloss F. am 17.6.1442 ein Bündnis mit Zürich, das die 1424 pfandweise erworbene Grafschaft Kyburg an Habsburg zurückgab und F.s Restaurationspolitik unterstützen sollte. Die Privilegien der übrigen Eidgenossen, die F.s Ansprüche v.a. im Aargau nicht anerkannten, wurden dagegen von ihm nicht bestätigt. 1469 verhängte F. die Reichsacht über die Eidgenossen. Gegenüber Karl dem Kühnen nahm er zunächst eine abwartende Haltung ein. Die Vermählung seines Sohnes Maximilian mit Maria, Karls Tochter, sicherte Habsburg grosse Teile des burgund. Erbes. F. wurde jahrhundertelang als "des Reiches Erzschlafmütze" apostrophiert; erst die neuere Forschung beurteilt seine Herrschaft günstiger.


Literatur
– P.-J. Heinig, «F., Maximilian I. und die Eidgenossen», in Die Eidgenossen und ihre Nachbarn im Dt. Reich des MA, hg. von P. Rück, 1991, 267-293
– K.-F. Krieger, Die Habsburger im MA, 1994, 169-237

Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen