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Friedrich I. (Barbarossa)

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geboren 1122, gestorben 10.6.1190 Kleinasien. Sohn des stauf. Hzg. Friedrich II. von Schwaben und der Welfin Judith. ∞ 1) 1149 (?) Adela von Vohburg, 2) 1156 Beatrix von Burgund, Tochter von Rainald III. 1146 Hzg. von Schwaben, 1152 dt. König, 1155 Kaiser. Sechs Italien-Züge, dabei 1164, 1176 und 1186 über den Lukmanier sowie Aufenthalte in Basel, Genf, Lenzburg und Avenches. Im Rahmen der stauf. Hauspolitik im schweiz. Raum war F. anfänglich gegenüber dem Hzg. Berchtold IV. von Zähringen auf Ausgleich bedacht. 1156 zog er die Rechte über das Burgund und die Provence an sich; Berchtolds Rektorat wurde auf das tatsächlich zähring. Einflussgebiet zwischen Alpen und Jura beschränkt. Dafür wurde Berchtold mit ihm bisher vorenthaltenen Rechten (Regalieninvestitur) in den Bistümern Lausanne, Genf und Sitten entschädigt, die er allerdings nur in Lausanne geltend machen konnte. Nach 1167 bzw. nach 1172 übernahm F. das Erbe der Gf. von Pfullendorf bzw. von Lenzburg mit Vogteien und Rechten in Chur, St. Gallen, Glarus, Aargau. F. ertrank auf dem 3. Kreuzzug im Fluss Saleph.


Literatur
– F. Opll, Friedrich Barbarossa, 1990 (31998)

Autorin/Autor: Hartmut Heinemann