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Balbani, Manfred

geboren 8.10.1544 Lucca (I),gestorben 20.2.1624 Paris, ref., ab 1580 von Genf. Sohn des Giovanni und der Zabetta Calandrini. ∞ 1) Domitilla Micheli, Tochter des Francesco, von Lucca, 2) Gräfin Diamante Pepoli, von Bologna. Bevor sich B. 1574 in Genf niederliess und seiner Verdienste als Diplomat und Bankier wegen 1580 kostenlos ins Bürgerrecht aufgenommen und Mitglied der Räte der Zweihundert und der Sechzig wurde, lebte er in Paris, Nürnberg, Antwerpen und Lyon. Er stellte sich in den Dienst Heinrichs IV. und vermittelte zwischen dem Kg. und Genf oder den Ständen der Eidgenossenschaft im Söldner- und Kreditwesen und dem Verkehr von Kapitalien und Seidenwaren, insbes. als der Kg. die Seidenraupenzucht in Frankreich zu entwickeln suchte. Da B. zu freizügig Darlehen gewährt hatte, starb er in tiefster Armut.


Literatur
– M. Körner, Solidarités financières suisses au XVIe siècle, 1980
DBI 5, 332-336

Autorin/Autor: Liliane Mottu-Weber / AA