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Sarasin, Jakob

geboren 26.1.1742 Basel, gestorben 10.9.1802 Basel, ref., von Basel. Sohn des Hans Franz, Seidenbandfabrikanten, und der Susanna Katharina Fattet. Bruder des Lukas ( -> 16). ∞ 1770 Gertrud Battier, Tochter des Felix, Kaufmanns. Von 1754 bis zu seinem Tod war S. Teilhaber der vom Vater gegr. Firma Hans Franz Sarasin. Bevor er aktiv in der Firma tätig wurde, hielt er sich lange in Frankreich, Deutschland und Italien auf. 1762-69 erbaute S. das sog. Weisse Haus (Wendelstörferhof), das er 1770 bezog. Neben dem Geschäft widmete er sich v.a. seinen künstler. und literar. Interessen. In seinem Haus verkehrten zahlreiche Literaten, u.a. Christoph Kaufmann, Johann Georg Schlosser, Johann Kaspar Lavater, Friedrich Maximilian Klinger und Johann Heinrich Pestalozzi. Vorübergehend war S. auch ein Gönner Alexander von Cagliostros. Mit Isaak Iselin gründete er die Gesellschaft zur Beförderung des Guten und Gemeinnützigen (1786 Präs.). 1788-98 sass er im Gr. Rat. S. wirkte in Basel als Mäzen und insbesondere als ein Vertreter der Aufklärung, was in seiner Wahl als Vertrauensmann der Landbürger in die Nationalversammlung 1798 zum Ausdruck kam.


Werke
– (mit F.M. Klinger), Plimplamplasko, der hohe Geist (heut Genie), 1780
Archive
– StABS, Nachlass
Literatur
ADB 53, 712 f.
Gesch. der Fam. S. in Basel 1, 1914, 95-283

Autorin/Autor: Hermann Wichers