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Ditisheim, Paul

geboren 28.10.1868 La Chaux-de-Fonds, gestorben 7.2.1945 Genf, isr., ab 1871 von La Chaux-de-Fonds. Sohn des Gaspard, Uhrenfabrikanten aus dem Elsass, und der Julie geb. D. ∞ Marguerite Etlin, von Paris, Gründerin der Leuchtenfabrik Etlin. D. absolvierte 1884-87 die Uhrmacherschule in La Chaux-de-Fonds und bildete sich dann im Ausland weiter. 1892 gründete er in La Chaux-de-Fonds eine Reglagewerkstätte. Die Präzisionsmechanik faszinierte ihn dermassen, dass er 1895 an einem Wettbewerb des Observatoriums Neuenburg teilnahm und in seiner Werkstätte eine Abteilung für Schiffschronometrie einrichtete. Ab 1898 arbeitete er mit Charles-Edouard Guillaume zusammen, dem Erfinder der integralen Unruh. Als er 1917 krank wurde, wandelte er sein Unternehmen in eine Aktiengesellschaft um (Fabrik Solvil in Sonvilier) und widmete sich fortan seinen Forschungen. Zusammen mit dem Chemieingenieur Paul Woog entwickelte er zwischen 1925 und 1935 in Paris synthetische Schmiermittel. Während des Krieges zog er sich nach Nizza zurück, wo er historische Studien betrieb, und kehrte dann nach Genf zurück. 1900 Ritter der Ehrenlegion.


Werke
(Mitautor) Pierre le Roy et la chronométrie, 1940
Le spiral réglant et le balancier depuis Huygens jusqu'à nos jours, 1945
Literatur
– E. Fallet, «Paul D., chronométrier et homme de science», in Chronométrophilia, Nr. 38, 1995, 23-44
– U. Lehmann, «Paul D. chronométrier, Suisse, chevalier de la Légion d'honneur, zum 50. Todestag 1995», in Chronométrophilia, Nr. 38, 1995, 14-21
– F. von Osterhausen, Paul D., chronométrier, 2003

Autorin/Autor: Anne Jeanneret-de Rougemont / SK