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Prelog, Vladimir

geboren 23.7.1906 Sarajewo, gestorben 7.1.1998 Zürich, kath., kroat. Bürger von Österreich-Ungarn, ab 1959 von Zürich. Sohn des Milan, Prof. für neuere Geschichte an der Univ. Zagreb, und der Mara geb. Cettolo. ∞ 1933 Kamila Vitek. Gymnasium in Zagreb und Osijek (Kroatien), 1924-29 Stud. der Chemie in Prag, Promotion. 1929-35 Leiter eines Labors für Feinchemikalien in Prag. 1935 Dozent an der Techn. Fakultät der Univ. Zagreb. 1937 mehrmonatiger Aufenthalt bei Leopold Ruzicka an der ETH Zürich. 1941 Emigration in die Schweiz, Aufnahme durch Ruzicka am Labor für organ. Chemie der ETH. 1942 Dozent, 1945 Titularprof., 1947 ao., 1950 o. Prof. und 1957 Nachfolger von Ruzicka als Leiter des Labors für organ. Chemie. P. war mit seinen Arbeiten zu Naturstoffen und zur Stereochemie einer der bedeutendsten organ. Chemiker des 20. Jh. Er gehörte zu den Mitbegründern der modernen stereochem. Nomenklatur, der Cahn-Ingold-Prelog- bzw. CIP-Regeln. Neben zahlreichen internationalen wissenschaftl. Auszeichnungen wurde ihm 1975 zusammen mit dem Briten John Warcup Cornforth der Nobelpreis für Chemie verliehen.


Werke
My 132 Semesters of Chemistry Studies, 1991
Archive
– ETH-BIB
Literatur
NDB 20, 691 f.
– D. Arigoni et al. «Vladimir P.», in Helvetica Chimica Acta 89, 2006, 1267-1289 (Nachdr.)

Autorin/Autor: Hans-Jürgen Hansen