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Jacot-Guillarmod, Jules

geboren 24.12.1868 La Chaux-de-Fonds,gestorben 5.6.1925 im Golf von Aden (Jemen), begraben vermutlich 6.6.1925 Aden, ref., von La Chaux-de-Fonds. Sohn des Jules, Tiermalers und Zeichenlehrers, und der Adèle Emma geb. Courvoisier. ∞ 1907 Madeleine Bovet. 1888-97 Medizinstud. in Lausanne und Zürich, 1897 Dr. med. Arzt in Corsier (GE), Lignières und Saint-Blaise, ab 1912 Leiter der psychiatr. Klinik in Prilly. Als Alpinist und Forschungsreisender unternahm J. 1902, 1903 und 1905 Reisen in den Himalaya. J. war ein Gegner der Bergbahnprojekte Jungfrau, Matterhorn und Les Diablerets. 1917-20 präsidierte er die Schweiz. Gesellschaft für Geographie. 1919 wurde J. mit George Montandon auf Ersuchen der Regierungen Österreichs und Ungarns sowie des Türk. Roten Halbmonds vom IKRK beauftragt, nach Sibirien deportierte Kriegsgefangene in den Lagern aufzusuchen, zu versorgen und ihre Repatriierung abzuklären. 1925 versuchte J. Afrika von Norden nach Süden zu durchqueren, doch musste er dieses Unterfangen wegen Krankheit bereits am Viktoriasee aufgeben.


Werke
Six mois dans l'Himalaya, le Karakorum et l'Hindu-Kush, [1904]
Literatur
– M. Kurz, «Jules J.», in Berge der Welt 3, 1948, 191-198
Biogr.NE 4, 148-153

Autorin/Autor: Urban Schertenleib