• <b>Auguste Jaccard</b><br>Orbe-Ebene, Karte des vom Waadtländer Geologen in den 1890er Jahren untersuchten erdölhaltigen Gebiets. Zeichnung von  Maurice Borel (Schweizerische Nationalbibliothek). Auguste Jaccard untersuchte zahlreiche Kohlenwasserstoff-Lagerstätten entlang des Juras und entwickelte auf dieser Basis unter dem Titel "Le pétrole, l'asphalte et le bitume" (Attinger, Neuenburg 1895) eine Theorie über deren Sedimentierung. Die ersten Sondierungsbohrungen in der Schweiz im Jahr 1912 wurden in der Orbe-Ebene vorgenommen, führten jedoch nicht zu einer wirtschaftlichen Ausbeutung.
  • <b>Auguste Jaccard</b><br>Orbe-Ebene, Schnitte des vom Waadtländer Geologen in den 1890er Jahren untersuchten erdölhaltigen Gebiets. Zeichnung von  Maurice Borel (Schweizerische Nationalbibliothek). Auguste Jaccard untersuchte zahlreiche Kohlenwasserstoff-Lagerstätten entlang des Juras und entwickelte auf dieser Basis unter dem Titel "Le pétrole, l'asphalte et le bitume" (Attinger, Neuenburg 1895) eine Theorie über deren Sedimentierung. Die ersten Sondierungsbohrungen in der Schweiz im Jahr 1912 wurden in der Orbe-Ebene vorgenommen, führten jedoch nicht zu einer wirtschaftlichen Ausbeutung.

No 3

Jaccard, Auguste

geboren 6.7.1833 Culliairy (Gem. Sainte-Croix),gestorben 5.1.1895 Le Locle, ref., von Sainte-Croix. Sohn des Victor, Landwirts und Spieldosenherstellers, dann Guillocheurs (Linienstecher), und der Nanette Margot (gestorben 1838). ∞ 1857 Marie Joly, Zifferblattmalerin, Tochter des François, von Noiraigue. Schulbesuch in La Sagne, ab 1841 in Sainte-Croix und nach dem Umzug der Fam. 1845 in Le Locle. Lehrling und Arbeiter bei seinem Vater und in anderen Werkstätten. J. besuchte am Vormittag den Zeichenunterricht der Graveur-Lehrlinge, am Abend die Zeichenkurse der Stadt. Nach seiner Heirat eröffnete er als Guillocheur eine Werkstatt in Le Locle, die bis 1883 in Betrieb war. J. beschäftigte sich als Autodidakt mit Geologie; Edouard Desor führte ihn in wissenschaftl. Kreise ein. 1856 erschien seine erste Studie, eine Untersuchung der Fossilien des Beckens von Le Locle. Ab 1861 war er Mitglied der Geolog. Kommission der Schweiz. Naturforschenden Gesellschaft und arbeitete an den Karten der Jura-Westseite. Ab 1868 stellvertretender Prof. für Geologie und Paläontologie an der Akad. Neuenburg, 1873-95 Prof. daselbst. J. erstellte die geolog. Landkarte der Region, die auch den Westen der Schweiz (Neuenburger und Waadtländer Jura) erfasste, und führte angewandte Forschungen durch (Hydrologie, Zement, Erdöl). Im kulturellen Leben und im Erziehungswesen von Le Locle spielte er eine wichtige Rolle. Ab 1855 Mitglied der Naturforschenden Gesellschaft Neuenburg. Zwischen 1852 und 1893 schrieb er an seinen Memoiren ("Mémorial"). 1883 Dr. h.c. Univ. Zürich.

<b>Auguste Jaccard</b><br>Orbe-Ebene, Karte des vom Waadtländer Geologen in den 1890er Jahren untersuchten erdölhaltigen Gebiets. Zeichnung von  Maurice Borel (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Auguste Jaccard untersuchte zahlreiche Kohlenwasserstoff-Lagerstätten entlang des Juras und entwickelte auf dieser Basis unter dem Titel "Le pétrole, l'asphalte et le bitume" (Attinger, Neuenburg 1895) eine Theorie über deren Sedimentierung. Die ersten Sondierungsbohrungen in der Schweiz im Jahr 1912 wurden in der Orbe-Ebene vorgenommen, führten jedoch nicht zu einer wirtschaftlichen Ausbeutung.<BR/>
Orbe-Ebene, Karte des vom Waadtländer Geologen in den 1890er Jahren untersuchten erdölhaltigen Gebiets. Zeichnung von Maurice Borel (Schweizerische Nationalbibliothek).
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<b>Auguste Jaccard</b><br>Orbe-Ebene, Schnitte des vom Waadtländer Geologen in den 1890er Jahren untersuchten erdölhaltigen Gebiets. Zeichnung von  Maurice Borel (Schweizerische Nationalbibliothek).<BR/>Auguste Jaccard untersuchte zahlreiche Kohlenwasserstoff-Lagerstätten entlang des Juras und entwickelte auf dieser Basis unter dem Titel "Le pétrole, l'asphalte et le bitume" (Attinger, Neuenburg 1895) eine Theorie über deren Sedimentierung. Die ersten Sondierungsbohrungen in der Schweiz im Jahr 1912 wurden in der Orbe-Ebene vorgenommen, führten jedoch nicht zu einer wirtschaftlichen Ausbeutung.<BR/>
Orbe-Ebene, Schnitte des vom Waadtländer Geologen in den 1890er Jahren untersuchten erdölhaltigen Gebiets. Zeichnung von Maurice Borel (Schweizerische Nationalbibliothek).
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Archive
– Musée d'histoire naturelle, Neuenburg, Slg.
– Teilnachlässe: ACV, AEN, ETH-BIB
Literatur
– M. de Tribolet, «Notice sur la vie et les travaux d'Auguste J.», in Bull. de la Société des sciences naturelles de Neuchâtel 23, 1894-95, 210-242 (mit Werkverz.)
DSB, 7, 43 f.
– M. Jaccard, «Auguste J.», in MN, 1992, 139-145
– M. Jaccard, Auguste J., 1995
– J.-P. Schaer, «Géologues et géologie en pays neuchâtelois dans la seconde moitié du XIXe siècle», in Histoire de l'Université de Neuchâtel 2, 1994, 381-442, v.a. 408-419
Biogr.NE 3, 198-204

Autorin/Autor: Jean-Paul Schaer / BE