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De la Rive, Lucien

geboren 3.4.1834 Choulex, gestorben 4.5.1924 Genf, ref., von Genf. Sohn des Auguste ( -> 1) und der Jeanne-Mathilde geb. Duppa, Schriftstellerin. Enkel des Charles-Gaspard ( -> 2). ∞ 1867 Louise Scherer. Stud. an der Akad. Genf und an der Ecole polytechnique in Paris. 1863 verfasste D. den Aufsatz "Über die Anzahl unabhängiger Gleichungen eines Systems von elektr. Strömen" (Kirchhoff'sches Gesetz). Bis 1918 folgten zahlreiche mathemat.-physikal. Schriften über die Gravitation, die Elektronentheorie und über Max'wellsche Gleichungen. 1889-93 forschte D. mit Edouard Sarasin über die Hertz'schen Wellen, 1914 publizierte er den Aufsatz "Zur Aberration des Lichtes in Einsteins Relativitätstheorie" und verfasste Essays über Henri Poincaré. 1870-86 schrieb er literar. Werke, publizierte Übersetzungen von Alfred Tennyson (1870) und schrieb einen Aufsatz über John Milton (1886). 1909 Dr. h.c. der Univ. Genf.


Literatur
– I. Benguigui, Trois physiciens genevois et l'Europe savante: les De la Rive (1800-1920), 1991, 157-174, (mit Bibl.)
– P. Speziali, Physica genevensis, 1997, 211-219

Autorin/Autor: Charles P. Enz