Fraktion der Gem. Tarasp GR, Hoteldorf und Badekurort mit mehreren Mineralquellen. Die aus einem ma. Hof hervorgegangene kleine Bauernsiedlung befand sich als Teil der Herrschaft Tarasp 1464-1803 im Besitz Österreichs. Die kath. Kapelle St. Johannes Baptista stammt von 1826. Mit der Nutzung der Mineralwässer, die nach der Mitte des 19. Jh. einsetzte, entstanden mehrere Gasthöfe. Ab 1880 begannen Caspar und Duri Pinösch mit dem Aufkauf von Liegenschaften zum Bau grosser Hotels (1896/97 Waldhaus, abgebrannt 1989; 1898-1900 Schweizerhof, erweitert 1912-13; 1902 Villa Engiadina). V. erlebte eine Blütezeit bis zum 1. Weltkrieg und erholte sich nur langsam von der darauffolgenden Krise. Der Golfplatz wurde 1925, das Freibad 1930 angelegt. Ab 1980 entwickelte sich eine Parahotellerie; die alten Hotels richteten sich zunehmend auf Wintersportgäste aus. 2010 wurde das Viadukt V.-Scuol fertiggestellt.
Literatur
– J.T. Stecher, Die Mineralquellen von Tarasp, 21990
Autorin/Autor: Paul Eugen Grimm