12/12/2002 | Rückmeldung | PDF | drucken

Boveresse

Polit. Gem. NE, Bez. Val-de-Travers, mit dem Dorf B. an einer Strassenkreuzung sowie Streusiedlungen zwischen der Areuse (736 m) und den Jurahöhen südl. von La Brévine (1200 m). 1266 Boveressa. 1750 264 Einw.; 1850 441; 1900 577; 1950 388; 1990 352; 2000 363. Kirchlich (10.-16. Jh.) und weltlich (10.-14. Jh.) war B. vom Priorat Saint-Pierre in Môtiers (NE), später von der Kastlanei Val-de-Travers (14. Jh.-1848) abhängig. Ab dem 16. Jh. bildete B. mit Môtiers eine Pfarrei, erbaute 1768 eine Kapelle, blieb aber Miteigentümerin der Kirche von Môtiers. 1813 erfolgte eine Güterteilung (Mühlen, Weiden, Wälder) mit Môtiers. B. gehörte zur Korporation der Six Communes des Val-de-Travers. Bis zu Beginn des 19. Jh. lag B. an der Strasse nach Frankreich; seit dem Bau der internat. Strassenverbindung La Pénétrante ist dies wieder der Fall. Seit 1860 hat B. eine Bahnstation an der Linie des Franco-Suisse. Eine natürl. Höhle in Monlési wurde um 1900 als Eislager gewerblich genutzt. Die Mehrzahl der Einwohner, von denen viele Pflanzen für die Herstellung von Absinth anbauten, waren im 19. Jh. Bauern, Uhrmacher und Mechaniker. Eine Güterzusammenlegung wurde 1967-80 durchgeführt. 1990 arbeiteten 40% der in B. Erwerbstätigen im 1. Sektor.


Literatur
Kdm NE 3, 1968, 90-94

Autorin/Autor: Eric-André Klauser / AG