Pâquier, Le (NE)

Ehemalige politische Gemeinde NE, Bezirk Val-de-Ruz, seit 2013 mit Boudevilliers, Cernier, Chézard-Saint-Martin, Coffrane, Dombresson, Engollon, Fenin-Vilars-Saules, Fontainemelon, Fontaines (NE), Les Geneveys-sur-Coffrane, Les Hauts-Geneveys, Montmollin, Savagnier und Villiers Teil der neuen Gemeinde Val-de-Ruz. In der nordöstl. Ecke des Tals an der Strasse Neuenburg-Saint-Imier gelegen. 1328 Pasquier. 1531 8 Feuerstätten; 1750 174 Einw.; 1850 333; 1900 281; 1950 211; 2000 231. Le P. gehörte zur Herrschaft und dann zum Meieramt Valangin. Eine Dorfgenossenschaft wird ab 1540 erwähnt. Das Herrschaftshaus wurde 1865 in eine Schule umgewandelt, die 1982-2008 auch die Schüler der Weiler La Joux-du-Plâne und Derrière-Pertuis besuchten. Die Einwohner von Le P. waren stets nach Dombresson kirchgenössig. 1818 wurde die Zollstation von Pertuis-Bugnenets aufgehoben. Sie lag auf dem früher oft benutzten Pass von Les Pontins an der heutigen Berner Grenze, der die Gegend mit dem Fürstbistum Basel verband. Land-, Forstwirtschaft und Handwerk bieten Arbeitsplätze im Ort. 1943 wurde das Naturschutzgebiet der Combe Biosse, einer dem Chasseral vorgelagerten Jurafalte, geschaffen und 1972 vergrössert. Das Skigebiet Les Bugnenets (1091 m) mit Skipisten und Langlaufloipen wird regional genutzt.


Literatur
Kdm NE 3, 1968, 255 f.
– C. Brunner, F. Cuche, Collège du P.: 125e anniversaire, 1990

Autorin/Autor: Maurice Evard / BE