Montmollin

Ehemalige politische Gemeinde NE, Bezirk Val-de-Ruz, seit 2013 mit Boudevilliers, Cernier, Chézard-Saint-Martin, Coffrane, Dombresson, Engollon, Fenin-Vilars-Saules, Fontainemelon, Fontaines (NE), Le Pâquier (NE), Les Geneveys-sur-Coffrane, Les Hauts-Geneveys, Savagnier und Villiers Teil der neuen Gemeinde Val-de-Ruz. Im äussersten Westen des Tals gelegen. 1347 Mommolens, 1372 Montmolens. 1531 3 Feuerstätten; 1850 217 Einw.; 1900 179; 1950 246; 2000 473. M. gehörte zur Herrschaft Valangin. 1486-1827 bildete das Dorf eine Nutzungsgemeinschaft mit Coffrane und Les Geneveys-sur-Coffrane. Dann wurden die gemeinsamen Güter, hauptsächlich Wälder, aufgeteilt. Die Parzellen wurden ausgelost und lagen daher z.T. ausserhalb der Gemeindegrenzen. Diese Aufteilung ist immer noch gültig, obwohl sie die Waldbewirtschaftung erschwert. 1824 wurde M. eine selbstständige Gemeinde, die bis 1832 zur Mairie von Rochefort und bis 1848 zu jener von Valangin gehörte. Danach kam sie zum Bezirk Boudry und 1888 zum Bezirk Val-de-Ruz. Bis 1838 war M. nach Corcelles kirchgenössig, dann nach Coffrane. Das Dorf liegt an der Strasse von Neuenburg über den Pass La Tourne nach Ponts-de-Martel und besitzt eine Haltestelle an der Bahnlinie Neuenburg-La Chaux-de-Fonds. Zu Beginn des 20. Jh. war M. ein Ausflugs- und Ferienort. In den 1960er Jahren wurde ein Zonenplan erstellt. Danach entwickelte sich M. zu einer Wohnsiedlung.


Literatur
Kdm NE 3, 1968, 182 f., 187

Autorin/Autor: Maurice Evard / AHB