13/06/2013 | Rückmeldung | PDF | drucken

Geneveys-sur-Coffrane, Les

Polit. Gem. NE, seit 1848 Bez. Val-de-Ruz. Gelegen am Fusse des Mont Racine (1439 m), an der SBB-Bahnlinie Neuenburg-La Chaux-de-Fonds (1860). Um 1342 Geneveis sus Corfranoz. 1531 24 Haushalte; 1750 201 Einw.; 1850 230; 1900 473; 1950 605; 1990 1'480; 2000 1'409. Hammerbeil aus der Jungsteinzeit. Les G. war Teil der Herrschaft, dann des Meiertums (Mairie) Valangin. Die Gem. bestand bereits vor 1402. Die Bewohner waren von Feudallasten weitgehend befreit (francs-habergeants). 1486-1827 bildete Les G. eine Gesamtgem. (commune générale) mit Coffrane und Montmollin. Als die Gräfin von Valangin 1520 die Güter von Splayes allein den Bewohnern von Les G. zur Nutzung übergab, führte dies zu einem jahrzehntelangen Streit mit den Nachbarn. Les G. war bis 1838 Teil der Pfarrei Corcelles, dann der Pfarrei Coffrane. Mit der Industrialisierung erlebte das Dorf in der 2. Hälfte des 19. Jh. einen Aufschwung. Ein weiteres Hoch setzte nach 1945 ein, als die Uhrenindustrie, die Werkzeugmaschinenfabrikation sowie das Baugewerbe an die Stelle der Herstellung von Zifferblättern, Möbeln, Ziegeln und Zementröhren, des Handels mit Sand und der Brauerei traten. Zoolog. Garten (zwischen den beiden Weltkriegen) und Kräuterhandel. Ab 1970 entwickelte sich ein Wohnquartier.


Literatur
Kdm NE 3, 1968, 182 f., 187
MN, 1996, 127-189, (Themenheft)
– M. Evard Les G.: chronique d'un développement industriel, 2003

Autorin/Autor: Maurice Evard / AG