28/01/2005 | Rückmeldung | PDF | drucken

Fontaines (NE)

Polit. Gem. NE, seit 1848 Bez. Val-de-Ruz. Die Gem. umfasst das Dorf im Tal und zwei Exklaven in den Bergen (Pass La Vue-des-Alpes, 1283 m). 1228 Fontanes. 1531 41 Feuerstätten; 1750 248 Einw.; 1850 435; 1900 634; 1950 403; 2000 912. Spuren einer röm. Villa. F. gehörte zur Herrschaft, dann zum Meiertum Valangin. Das erste Gemeindehaus stammt aus dem Jahr 1694. 1848-77 war F. Bezirkshauptort. Ab 1228 bildete es mit Fontainemelon und Les Hauts-Geneveys eine Pfarrei mit einer Filialkirche in Cernier. Das Patronatsrecht, das beim Priorat Môtiers lag, ging 1517 an das Kapitel von Valangin über. Vor der Reformation gab es eine dem hl. Mauritius geweihte Kirche, die Anfang des 16. Jh. neu gebaut wurde; der Kirchturm stammt aus dem 17. Jh. Cernier und Fontainemelon wurden 1875, Les Hauts-Geneveys 1961 von der Kirchgemeinde F. getrennt, die ihrerseits 1961 der Kirchgemeinde Valangin-Boudevilliers angegliedert wurde. 1850-1909 bestand in F. eine Kapelle der kath. Pfarrei Val-de-Ruz. Im 18. und 19. Jh. wurden Wanduhren und Automaten produziert (Fam. Maillardet). Anfang des 20. Jh. war F. ein Handwerker- und Bauerndorf mit einer kleinen Uhren-, Parkett- und Druckindustrie sowie einer Ziegelei und einer Zementfabrik in der Exklave Les Convers. Seit 1945 hat die industrielle Entwicklung ein starkes Bevölkerungswachstum mit sich gebracht, und F. entwickelte sich zu einer Wohngemeinde.


Literatur
Kdm NE 3, 1968, 213-222

Autorin/Autor: Maurice Evard / KMG