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Fenin

Ehem. polit. Gem. NE, Bez. Val-de-Ruz, seit 1888 mit Saules und Villars Teil der polit. Gem. Fenin-Vilars-Saules. 1191 de Finilis. 1531 11 Feuerstätten; 1870 165 Einw. Spuren aus der Römerzeit. Die Vy Marchand, eine alte Strasse am Fuss des Chaumont, folgt wahrscheinlich einem röm. Trassee. F. gehörte zur Herrschaft und späteren Mairie Valangin. Als Claudius von Aarberg F., Vilars und Saules 1488 Nutzungsrechte an den Wäldern am Hang des Chaumont gewährte, bildeten die drei Orte eine Nutzungsgenossenschaft, die erst 1865 aufgelöst wurde. 1875 fusionierten die drei Gemeinden. 1888 erfolgte die Zusammenlegung der Bürgergemeinde mit der polit. Gemeinde. Die ab 1191 erwähnte Kirche war dem hl. Laurentius geweiht. 1228 ist eine Pfarrei bezeugt. Vor 1453 wurde das Gotteshaus Filialkirche von Saint-Blaise. Nach der Reformation wurde F. mit der Kirchgem. Engollon vereinigt (1558). Die Kirche wurde im 18. Jh. umgestaltet und 1922, 1940-41 sowie 1984 restauriert. Land- und Forstwirtschaft prägen das Dorf. 1794 wurden durch den Bau der Strasse Neuenburg-Saint-Imier die Verkehrsverbindungen zwischen den einzelnen Dörfern verbessert. Seit 1863 gemeinsame Schule mit Vilars, Saules und Engollon. Der Herrensitz aus dem 16. Jh., das sog. Château, gehörte von 1646 bis 1820 der Familie de Meuron, später den de Pury und den Châtelain.


Literatur
Kdm NE 3, 1968, 195-205
– M. Evard, F.-Vilars-Saules, 1888-1988, 1988

Autorin/Autor: Maurice Evard / KMG