18/12/2003 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Coffrane

Polit. Gem. NE, Bez. Val-de-Ruz, an der Verkehrsachse Rochefort-Saint-Imier. 1092 de Cusfrano. 1531 16 Haushalte; 1750 209 Einw.; 1850 385; 1900 510; 1950 372; 2000 618. Tumulus aus der mittleren Bronzezeit, der in der Hallstattzeit (mit Kochkessel für Wein, Bronzetasse) und der frühen Latènezeit weiterverwendet wurde. 1092 Vergabung der Kirche an das Priorat Corcelles. 1296 besiegte der Gf. von Neuenburg bei C. die vom Bf. von Basel unterstützten Herren von Valangin. C. gehörte zur Herrschaft, dann zur Mairie Valangin. Ab 1486 Gesamtgemeinde mit Les Geneveys-sur-Coffrane und Montmollin für die Waldnutzung; 1827 bestimmte das Los die heute noch gültige Waldaufteilung. 1228 selbstständige Pfarrei, wurde aber noch vor 1416 Filiale von Corcelles. C. besass eine der hl. Agathe geweihte Kapelle. Seit 1838 eigenständige Kirchgemeinde mit Les Geneveys-sur-Coffrane und Montmollin. Die Feuersbrunst von 1841 zerstörte Kirche und Dorfzentrum. Das heutige Gotteshaus entstand 1842 und wurde 1932-33 restauriert. Getreidwirtschaft und Abbau von Gletschermoränensand. C. ist eine Wohngemeinde mit Einfamilienhauszone.


Literatur
Kdm NE 3, 1968, 182-186
MN, 1996, 127-189

Autorin/Autor: Maurice Evard / MF