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Baulacre, Elisabeth

geboren 15.9.1613 Genf, gestorben 12.9.1693 Genf, ref., aus einer Refugiantenfam. aus Tours (F). Tochter des Kaufmanns Nicolas und der Françoise Pelissari. ∞ 1) 1637 Pierre Perdriau, Kaufmann, 2) 1655 Jacob Andrion, Syndic. B. baute das Handelsunternehmen, das sie von ihrem ersten Ehemann geerbt hatte, aus und machte ihren Sohn, den Bankier Pierre, zum Teilhaber. Ihre Geschäfte brachten B. an die Spitze des Genfer Handelskapitals. Spezialisiert auf die Herstellung von Gold- und Silberfäden, wie sie für die Posamentenherstellung (Bordüren) oder zum Weben von wertvollen Seidenstoffen gebraucht wurden, beschäftigte das Unternehmen mehrere hundert Heimarbeiter (1'200 nach dem Chronisten Gregorio Leti), die durch Verlagsverträge mit dem Haus B. verbunden waren. B. stellte ihnen Gerätschaften und Rohmaterialien zur Verfügung, gab die Aufträge weiter und kümmerte sich um den Verkauf.


Literatur
– A.-M. Piuz, «La fabrique de dorures d'Elisabeth B.», in A Genève et autour de Genève aux XVIIe et XVIIIe siècles, 1985, 166-183

Autorin/Autor: Anne-Marie Piuz / GG