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Martow, L.

geboren 12.11.1873 (Juli Ossipowitsch Zederbaum) Konstantinopel, gestorben 4.4.1923 Schömberg (Baden), isr., Russe. Aus einer jüd. Mittelstandsfamilie. Unter seinem Pseudonym M. bekannt. Mitbegründer der Russ. Sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Ab 1901 mehrheitlich im westl. Exil. Nach der Parteispaltung 1903 führender Menschewist. 1904-05 Redaktor des Parteiblatts "Iskra" in Genf. 1915 erneut in der Schweiz. Opponent von Lenin an den Konferenzen von Zimmerwald 1915 und Kiental 1916. Im Mai 1917 Rückkehr nach Russland und 1920 endgültige Emigration nach Deutschland.


Literatur
– I. Getzler, Martov: A Political Biography of a Russian Social Democrat, 1967

Autorin/Autor: Heinrich Riggenbach