26/11/2008 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Montalchez

Polit. Gem. NE, Bez. Boudry. 1340 villa de Montallichie. Das Gebiet von M. schloss den 1340 belegten und Ende des 18. Jh. aufgelassenen Weiler Erperens (villula de Orperens) mit ein. 1750 in 38 Häusern 178 Einw.; 1850 338; 1900 314; 1950 207; 1970 135; 2000 184. Mehrere Schalensteine, Spuren der Vy d'Etra, einer röm. Strasse, und vermutlich röm. Grundmauern bei Sous la Ville, burgund. Gräberfeld bei La Chambrette. M. gehörte anfänglich zum Allod Gorgier, das im 13. Jh. in die Hände der Herren von Stäffis übergegangen war. 1344 wurde die Kastlanei Gorgier Lehensgut der Gf. von Neuenburg. M. ist Teil der Region La Béroche und gehörte zur Pfarrei bzw. Kirchgem. Saint-Aubin. Das Dorf mit seiner unauffälligen Vergangenheit war im Wesentlichen immer auf die Landwirtschaft ausgerichtet und hat bis heute seinen ländl. Charakter bewahrt. Am Ende des 18. Jh. und während des 19. Jh. übte ein kleiner Teil der Bevölkerung eine handwerkl. Tätigkeit aus (v.a. Spitzenklöppelei).


Literatur
– B. Vauthier, Terre entre lac et Jura, la Béroche, 1985

Autorin/Autor: Olivier Girardbille / AHB