15/10/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken

Fresens

Polit. Gem. NE, Bez. Boudry. 1265 Hiremanz dit de Fressen. 1632 181 Einw. und 38 Häuser; 1750 169 Einw.; 1850 193; 1880 234; 1900 175; 1950 147; 2000 218. Röm. Mauer und Pflasterung der Vy d'Etra beim Pont Porret; Spuren eines röm. Bauwerks in La Salette. Gräberfeld aus der Merowingerzeit in Le Tombet. F. gehörte zunächst zum Allod Gorgier, das im 13. Jh. in den Besitz der Herren von Stäffis gelangte. Die Kastlanei Gorgier wurde 1344 Lehnsgut des Hauses Neuenburg. F. liegt in der Region La Béroche und gehört zur Kirchgem. Saint-Aubin. F. war die erste Gem. von La Béroche, in der im Laufe der Umwälzungen von 1831 ein Freiheitsbaum errichtet wurde. Das stets von der Landwirtschaft geprägte Dorf hat seinen ländl. Charakter bis heute bewahrt. Im 19. Jh. fanden einige Einwohner eine Beschäftigung im Textilgewerbe (v.a. Spitzenklöppelei). 1914 wurde ein kleiner Tischlereibetrieb eröffnet, der 1971 auf industrielle Produktion umstellte.


Literatur
– L. Nussbaum, «L'exode rural à F., village neuchâtelois», in Bull. de la Société neuchâteloise de Géographie 16, 1970-71, 75-85
– B. Vauthier, Terre entre lac et Jura, la Béroche, 1985

Autorin/Autor: Olivier Girardbille / PO