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Rappard, Konrad von

geboren 18.8.1805 Königsborn (Gem. Unna, Westfalen),gestorben 8.6.1881 Matten bei Interlaken, prot., aus Westfalen, ab 1858 von Gerlafingen. Sohn des Konrad Gerhard, Justizdirektors, und der Ottilie geb. von Pilgrim. ∞ 1) 1838 Franziska Richter, 2) 1856 Albertine Engell. Ab 1824 Rechtsstudium. 1832-44 Richter, ab 1840 Bergbauunternehmer, ab 1844 Besitzer von Rittergütern in Brandenburg. 1838 Mitglied der Dichtervereinigung Tunnel über der Spree. 1848 linksliberaler Abgeordneter in der Frankfurter Nationalversammlung, 1849 Hochverratsprozess wegen Teilnahme am Rumpfparlament in Stuttgart, Flucht nach Zürich, 1853 in Abwesenheit zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt, 1858 amnestiert. 1856 Gründer und Leiter des Engell'schen Instituts für Mikroskopie in Wabern bei Bern. 1855 Ausbau des Hotels am Giessbach, 1863 Ausbau der Pension Jungfrau-Blick in Matten zum Grandhotel Regina. Verfasser naturwissenschaftl. und belletrist. Werke.


Literatur
– K.-D. Wille, «Conrad von R.», in Der Herold 47, 2004, 461-473

Autorin/Autor: Albert Portmann-Tinguely